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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Termine

12 Jul 2017
18:30 Uhr
Bündnistreffen

Aktualisierung unserer Wissenssammlung (FAQ)

Wir haben unsere Wissenssammlung (FAQ) überarbeitet und aktualisiert.

(Letzte Aktualisierung am: 11.05.2017, Version: 3.18)

Die wichtigsten Gründe für die endgültige Abschaltung des BER II

  1. Fehlender Schutz vor Flugzeugabstürzen
  2. Fehlender Schutz vor terroristischen Angriffen sowie fehlende politische Risikobewertung
  3. Materialermüdungserscheinungen am Reaktor
  4. Unterschätzung der ra­diologischen Auswirkungen im "worst case" Szenario
  5. Planungsgebiete für den Notfallschutz sind zu klein.
  6. Deutschland ist nur unzureichend auf einen atomaren Super-GAU vorbereitet.

Eine sofortige Stilllegung ist rechtssicher möglich.

Würde man die immens gewachsene Risikowahrscheinlichkeit von Terroranschlägen auf nukleare Anlagen politisch richtig bewerten, könnte man nach Atomgesetz §17 Abs. (5) einen Widerruf von Amtes wegen erreichen. Näheres S. 19 der Wissenssammlung.

INES 6 jetzt bestätigt!

Beim BER II müsste man in Berlin und Potsdam bei einer trockenen Kernschmelze mit ca. 1/100 der aus allen defekten Fukushima-Reaktoren freigesetzten Aktivität rechnen. Im Fall einer massiven Freisetzung ist mit einem schweren Unfall zu rechnen, und dieser erreicht Stufe 6 der 7stufigen internationalen Bewertungsskala. Näheres S. 50 der Wissenssammlung.

Antrag auf Stilllegung – bisher Fehlanzeige!

In der Bekanntmachung vom 16. 3. 2017 des Senats, dass die Sachverständigenleistungen im Zusammenhang mit der Stilllegung und dem Rückbau des Reaktors an den TÜV Nord vergeben wurden, ist ausdrücklich dargestellt, dass es keinen Antrag auf Stilllegung des Reaktors gibt und nur eine entsprechende Absichtserklärung der Betreiberin vorliegt. Näheres S. 30 der Wissenssammlung.

Schutzzonen im Graubereich

Die Strahlenschutzkommission hat beim Überprüfen des Regelwerkes fest­gestellt, dass die radiologischen Schutzziele im Notfallschutz innerhalb des Gesetzes- und Regelwerkes konkretisiert und vereinheitlicht werden müs­sen. Das wurde bisher versäumt. Es werden zwar umfangreiche wetterbedingte Ausbreitungen modelliert. Doch es fehlen Regeln, um aus diesen die notwendigen Schutzzonen abzuleiten. Es fehlt zudem eine Festlegung, dass Modellberechnungen mit unter­schiedlichen Freisetzungshöhen zu vergleichen sind. Näheres S. 53 der Wissenssammlung.

Schutzmaßnahme: Verbleiben im Haus

In der nahen Umgebung des Forschungsreaktors gibt es zwangsbelüftete Häuser. Im Fall eines Austretens einer radioaktiven Wolke wird ein Verbleib im Haus empfohlen. Ein Dilemma. Näheres S. 54 der Wissenssammlung.

Katastrophenschutzplan missacht Empfehlungen der SSK

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam kritisiert, dass bei der Überarbeitung des Katastrophenschutzplans 2016 Empfehlungen der SSK aus 2015 missachtet worden sind. Weiterhin sind die Regelungen zur Einnahme der Jodtabletten für Kinder und Jugendliche unzureichend. Näheres S. 60-63 der Wissenssammlung.

 

Das geplante Aus des BER II darf kein Freibrief sein!

Unter dem Thema "Das geplante Aus des BER II darf kein Freibrief sein!" stellte das Bündnis aktuelle Probleme mit dem BER II auf der Jahrestagung der Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V. dar.

Vortragsfolien

Beschwerde gegen das BMUB an den Petitionsausschuss eingereicht

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam hat am 02.11.2016 wegen unterlassenem Amtshandeln von Behörden eine Beschwerde gegen das BMUB an den Petitionsausschuss eingereicht. Der Petitionsausschuss registrierte die Beschwerde unter dem Aktenzeichen Pet 2-18-18-278-037365.

Die Beschwerde wurde nach einem halbjährigen unbefriedigenden Briefwechsel mit dem BMUB zum Thema „Internationaler Terrorismus und die Sicherheit BER II und des Zwischenlagers Wannsee“ ausgelöst.

Das BMUB scheint die Taktik des „Aussitzens“ zu verfolgen. Jedoch darf das geplante Betriebsende des BERII kein Freibrief sein!

Lesen Sie dazu die Presseerklärung.

Erfolgreiche Dekontaminationsübung in Babelsberg

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin/Potsdam und die Berliner Gruppe der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) hatten am 10.September 2016 mitten in Babelsberg auf dem Weberplatz eine Notfallstation entsprechend des aktuellen Katastrophenschutzplanes und einen Infostand aufgebaut. Mit dieser Dekontiminationsübung wurde auf die Gefahren des 43 Jahre alten Reaktors aufmerksam gemacht, der ungeschützt gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe ist. Es wurde erläutert, dass der überarbeitete Katastrophenschutzplan unzureichend ist und die Schutzzonen zu klein sind. Mit einem Lächeln erwiderten manche Bürger:

Das macht doch nichts – beim DDR-Zivilschutz hatten wir gelernt, dass eine Aktentasche über dem Kopf ausreichend ist!“.

Wahlprüfsteine und die Antworten der Parteien

Sie können die als Wahlprüfsteine gestellten Fragen des Anti-Atom-Bündnisses Berlin Potsdam hier nachlesen. Die Fragen wurden an CDU, SPD, Piraten, Grüne, Linke und FDP mit Bitte um Antwort geschickt.

In Vorbereitung der Bürgerversammlung waren uns folgende Antworten zugeschickt worden:

Das Anti-Atom-Bündnisses Berlin Potsdam hat eine tabellarische Gegenüberstellung erstellt.