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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin/Potsdam und die Berliner Gruppe der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) hatten am 10.September 2016 mitten in Babelsberg auf dem Weberplatz eine Notfallstation entsprechend des aktuellen Katastrophenschutzplanes und einen Infostand aufgebaut. Mit dieser Dekontiminationsübung wurde auf die Gefahren des 43 Jahre alten Reaktors aufmerksam gemacht, der ungeschützt gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe ist. Es wurde erläutert, dass der überarbeitete Katastrophenschutzplan unzureichend ist und die Schutzzonen zu klein sind. Mit einem Lächeln erwiderten manche Bürger:

Das macht doch nichts – beim DDR-Zivilschutz hatten wir gelernt, dass eine Aktentasche über dem Kopf ausreichend ist!“.

Aber auch die Jodtabletten helfen nur bedingt. Diskutiert wurden Fragen, der unterschiedlich geregelten Austeilung. In Berlin kann die Polizei die Jodtabletten "aus den Einsatzfahrzeugen auf die jeweiligen Grundstücke bzw. vor die Hauseingangstüren" werfen.

Und in Potsdam wird formuliert: "Übergabe der Jodtabletten und Merkblätter über Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung an die Einsatzfahrzeuge bzw. die Einsatzkräfte zur Verteilung gemäß operativ erstellter Routenpläne." Es ist nicht ersichtlich, wer die Einsatzkräfte sind. Interessant ist die Anweisung für die im Land Brandenburg liegenden Gemeinden: "Die im jeweiligen Routenbereich handelnden Einsatzkräfte haben die Verteilung der Jodtabletten gemäß Verteilerliste (Straße mit Hausnummer und Anzahl der Haushalte) zu registrieren. Nach Beendigung des Einsatzes sind Routenpläne und Verteilerlisten an die Einsatzleitung zurückzugeben." Wie soll das in 2 Stunden zu schaffen sein?

Die Aktion sollte ebenfalls den Bürgerhaushaltsvorschlag „Gutachten gegen den Weiterbetrieb des Atomreaktors in Wannsee“ unterstützen.

Dekontamination Beratung klein

Ein paar Bilder der Aktion:

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