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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Wir erhielten folgenden Leserbrief:

"Da die Organisatoren der Werbekampagne "Kernkraft? Ja Bitte!" bisher keine öffentliche Klarstellungen zur Abgrenzung von der Atomkraft auf den beiden Hauptseiten der Werbekampagne https://www.kernkraft-ja-bitte.de/ und https://www.dennree-biohandelshaus.de herausgegeben haben, habe ich mich entschlossen, eine diesbezügliche online Beschwerde beim Werberat (https://www.werberat.de/) einzureichen.

Neben den auf https://www.atomreaktor-wannsee-dichtmachen.de schon genannten Kritkpunkten, habe ich die subtile Gehirnwäsche folgender Seite kritisiert:

Unter https://bio-markt.info/kurzmeldungen/dennree-fuer-kernkraft.html wird in der Einleitung in fetten Lettern geschrieben:

„Kernkraft? Ja, bitte!“ heißt ein Slogan, mit dem die BioMarkt-Verbundgruppe und die Denn’s Biomärkte derzeit werben. Wer den Klimawandel im Kopf hat, denkt sofort an eine Renaissance der CO2-armen Atomkraft in Deutschland und wundert sich, dass eine solche Forderung ausgerechnet aus der Bio-Branche kommt. Späte Einsicht?"

Es wird unterschwellig suggeriert, dass es keine Frage gibt, dass Atomkraft CO2 arm ist. Und mit der Ergänzung "Späte Einsicht?" wird diese Suggestion nochmals verstärkt. Mit dieser Einleitung UND einer fehlenden eindeutigen Positionierung gegen die Atomkraft hat Denn's indirekt den deutschen Atomausstieg in Frage gestellt und der Atomlobby einen Dienst erwiesen.

Einen identischen Text hat übrigens die "bio verlag gmbh" in youtube unter den Werbefilm gesetzt.

Für mich wurden mit dieser Art der Werbung ethische / moralische Grenzen in der Werbung klar überschritten.

S.W."

 

Abschaltparty

Am Ende bleibt für uns und nachfolgendeGenerationen "nur" unendlicher Müll von Neutronenforschern.
Wir feiern das Ende trotzdem und schlürfen schon mal genüßlich am Schwimmbad-Cocktail.

"Bitte den Flyer anklicken, um den Text der Rückseite zu lesen:
"Atomkernspaltung. Die Geschichte ihres Anfangs und der unabsehbaren Folgen durch Forschung und technische Anwendung in der Region Steglitz-Zehlendorf – Potsdam."

 

kerngedankenIm Umkreis von nur wenigen Kilometern befindet sich eine einmalige Ansammlung von Orten, an denen uns die Geschichte der atomaren Verirrung der Menschheit zum Greifen nahe kommt:

  • Berlin-Dahlem, Dezember 1938: Otto Hahn, Fritz Straßmann und Lise Meitner entdecken und beschreiben zum ersten Mal die Urankernspaltung
  • Potsdam-Griebnitzsee, Juli 1945: US-Präsident Truman gibt den Einsatzbefehl für die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
  • Berlin-Wannsee, März 1959: Das „Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung Berlin“ geht zunächst mit dem Berliner-Experimentier-Reaktor BER I (bis 1971) in Betrieb. 1973 folgt der
    BER II, der nun im Dezember 2019 außer Betrieb gehen soll. Beide Atomreaktoren haben in dieser Zeit eine große Menge an hochradiokativem Müll produziert, der in einem bisher nicht gefundenen Atommülllager irgendwo in Deutschland für eine Million Jahre sicher gelagert werden muss.

Rede zur Kazaguruma-Demonstration zum 8. Jahrestag von Fukushima 9. März 2019 (http://kazagurumademo.de/)

Atomausstieg

Mein Name ist Stephan Worseck und ich bin in dem Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam das 2012 als Wannsee-Gruppe seine Arbeit aufnahm, aktiv. Weiterhin bin ich auch in der Dialoggruppe des Helmholtz-Zentrums Berlin, das ich in dieser Rede als HZB abkürzen werde, engagiert.

Ich bin in Potsdam, in der ehemaligen DDR, aufgewachsen. Meine Grundschule war in einem Gebäude untergebracht, das heute „Truman-Villa“ genannt wird und uns wurde damals gelehrt, dass 1945 in diesem Gebäude der damalige Präsident der USA, Harry S. Truman, die menschenverachtenden Befehle zum Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki erteilt hatte.

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin/Potsdam und die Berliner Gruppe der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) hatten am 10.September 2016 mitten in Babelsberg auf dem Weberplatz eine Notfallstation entsprechend des aktuellen Katastrophenschutzplanes und einen Infostand aufgebaut. Mit dieser Dekontiminationsübung wurde auf die Gefahren des 43 Jahre alten Reaktors aufmerksam gemacht, der ungeschützt gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe ist. Es wurde erläutert, dass der überarbeitete Katastrophenschutzplan unzureichend ist und die Schutzzonen zu klein sind. Mit einem Lächeln erwiderten manche Bürger:

Das macht doch nichts – beim DDR-Zivilschutz hatten wir gelernt, dass eine Aktentasche über dem Kopf ausreichend ist!“.