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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Allgemein ist bekannt, dass Kleinkinder, die näher an deutschen Atomkraftwerken wohnen, häufiger an Krebs und an Leukämie erkranken, als Kleinkinder, die weiter von Atomkraftwerken entfernt wohnen. Die Krebsrate ist um 60% und die Leukämierate um etwa 120% erhöht (IPPNW). Es gibt jedoch bis heute keine allgemein anerkannte Begründung für diesen Effekt.

Im März 2020 hat der heute als unabhängiger Experte tätige Strahlenbiologe Ian Fairlie eine umfangreiche Bewertung von Tritium vorgenommen und in das Internet gestellt. Fairlie trat schon 2007 als Gutachter für Greenpeace in Bezug auf Tritium in Kanada auf.

Folgende Gedanken sind aus Sicht des Anti-Atom-Bündnisses Berlin Potsdam aus der Zusammenstellung von Ian Fairlie hervorzuheben:

Aus der Pressemitteilung "Ärztetagsbeschlüsse gegen die Freisetzung von gering radioaktivem Material aus dem Rückbau von Atomkraftwerken haben Bestand" (03.02.2018)

Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der Deutsche Ärztetag haben in 2016 und 2017 Entschließungen verabschiedet, in denen sie vor der Verharmlosung möglicher Strahlenschäden durch die allgemeine Wiederverwertung gering radioaktiven Restmülls aus dem Rückbau von Atomkraftwerken oder deren Einbau in konventionelle Bauschuttdeponien warnen. In den Entschließungen wurden die zuständigen Behörden aufgefordert, den beim Rückbau anfallenden gering radioaktiven Restmüll stattdessen auf den Kernkraftwerksgeländen zu verwahren. Zur tiefergehenden Befassung mit der Thematik fand am 03. Februar 2018 in Stuttgart ein Symposium der Landesärztekammer statt, das sich mit Rückbaukonzepten und den gesundheitlichen Risiken gering radioaktiver Strahlenbelastung befasste. Bei der gut besuchten Veranstaltung wurden das Freimessverfahren und die geltenden Konzepte des Strahlenschutzes von Befürwortern und Kritikern des Verfahrens kontrovers diskutiert.

https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/03022018_Freisetzung.pdf

In einem Offenen Brief wenden sich die am Runden Tisch Erneuerbare Energien organisierten Klimaschutzorganisationen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die aktuelle Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes als Chance zu begreifen, einen umfassenden Klimaschutz auf den Weg zu bringen. Die klimawissenschaftlichen Erkenntnisse müssen endlich hinreichend beachtet werden.

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. ist auch unter den Unterzeichnern. Die Organisationen zeigen die Dringlichkeit auf, die Schutzrechte unserer Verfassung - den Schutz des Lebens, der Gesundheit und des Eigentums – endlich ernst zu nehmen. Die schon jetzt sichtbare und verheerend wirkende Erderhitzung muss eingedämmt werden. Eine EU-Recht konforme und verfassungsrechtlich tragbare Gesetzgebung ist zwingend. Der Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien bis spätestens 2030 ist „alternativlos“.

Wir brauchen einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung bei gleichzeitigem Abbau der fossilen - und atomaren Energieerzeugung.

Zum vollständigen Brief : http://www.sfv.de/artikel/offener_brief_an_die_bundestagsabgeordneten_zur_eeg-novellierung_.htm

Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG), setzt sich in dem Artikel vom 17.08.2020 im PV-magazine

"Die nukleare Täuschung: Atomenergie ist kein Heilsbringer für den Klimaschutz"

mit dem Bestreben der Atomlobby auseinander, über eine eventuelle Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke (Ger6) den politisch bereits beschlossenen vollständigen Atomausstieg bis Ende 2022 in Namen des Klimaschutzes zu kippen. Lesen Sie die Argumente unter den Überschriften:

Das CO2-Einsparpotential der Ger6 wird massiv überschätzt
Das CO2-Einsparpotenzial der Ger6 ist nur von kurzer Dauer
Das CO2-Einsparpotenzial der Ger6 nimmt mit der Zeit ab
Möglicher CO2-Effekt der Ger6 ist nicht begrenzt auf Deutschland
Wer finanziert die Laufzeitverlängerung der Ger6?

Link zum Artikel: https://www.pv-magazine.de/2020/08/17/die-nukleare-taeuschung-atomenergie-ist-kein-heilsbringer-fuer-den-klimaschutz/

.ausgestrahlt informiert:

Liebe Freund*innen,

in nicht einmal mehr vier Wochen wird es in vielen Regionen dieser Republik heiße Diskussionen über Atomenergie geben, genauer gesagt über Atommüll. Denn am 28. September veröffentlicht die „Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE)“ eine erste offizielle Landkarte, welche Gebiete für die Suche nach einem Lager für hochradioaktive Abfälle in Frage kommen. Und so wie es sich abzeichnet, werden es zahlreiche Gebiete sein.

.ausgestrahlt möchte dazu beitragen, dass die Menschen, die dann neu (oder erneut) auf das Thema stoßen, nicht nur auf die staatlichen Informationskanäle angewiesen sind, sondern auch Kritisches zum Suchverfahren erfahren. Das wird nur gelingen, wenn auch viele Leser*innen dieses Newsletters aktiv werden. Das Allerwichtigste, was Du tun kannst: Gib die vielen Infos weiter, die .ausgestrahlt dazu erarbeitet hat (und in den nächsten Wochen nach und nach ergänzt). Mach Dich selbst schlau zum Thema, indem Du Dich etwa auf unserem Infoportal zur Standortsuche umsiehst.

Infoportal zu Standortsuche: https://www.ausgestrahlt.de/informieren/atommuell/hochradioaktiv/standortsuche/