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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

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Mit Blick auf den veröffentlichten sogenannten „Stresstest 2.0“ erklären die unterzeichnenden Verbände und Organisationen:
Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken nach dem 31.12.2022 ist keine Option – auch in der aktuellen Energiekrise nicht. Der aus Sicht der Unterzeichner*innen ohnehin späte gesetzlich vereinbarte Abschalttermin darf für keines der drei noch laufenden deutschen AKW auch nur um einen Tag überschritten werden – weder für Isar 2, noch für Emsland oder Neckarwestheim 2!
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Link zur vollständigen Erklärung

Gefunden im blog von ausgestrahlt.de (08.09.2022 | Jan Becker):

Laut niederländischer Transitgenehmigung soll angereichertes Uranhexafluorid von Russland über einen niederländischen Hafen zur Brennelementefabrik Lingen gebracht werden. Auch laut dem in Deutschland zuständigen Bundesamt für die nukleare Entsorgung (BASE) gibt es eine bestehende Transport-Genehmigung, berichten Atomkraftgegner:innen aus dem Münsterland. Aktuell befindet sich das für Urantransporte bekannte Schiff „Mikhail Dudin“ auf dem Weg von St. Petersburg nach Rotterdam, wo es am 11. September ankommen soll. Von dort führt der Transport üblicherweise mit der Spedition Dekker & ZB spediteurs (NL) über die Straße nach Lingen.

Aktuelle Infos: https://twitter.com/XAhausX

„Damit passiert genau das Gegenteil von dem, was die Bundesregierung angeblich erarbeitet: eine Energie-Unabhängigkeit von Russland und harte Sanktionen“, beklagen die Aktivist:innen von „SofA Münster“. In Russland angereichertes Uran werde nach Deutschland gebracht und spüle Putins Staatskonzern Rosatom weiter Geld in die Kriegskasse. „Wir fordern den sofortigen Stopp des Urantransports und ein Embargo für Atombrennstoffe!“

Gefunden in "Kontext" Wochenzeitung Ausgabe 595 vom 24.08.2022:

Über eine Laufzeitverlängerung der drei noch bis zum Jahresende laufenden deutschen AKWs "müssen wir reden", meinen jetzt auch Teile der Grünen und der SPD. Müssen wir nicht, meint unser Gastautor Franz Alt.

...2022 können wir in Deutschland für drei bis vier Cent pro Kilowattstunde Solarstrom produzieren. Der Strom aus der Steckdose kostet inzwischen etwa das Zehnfache. Nichts ist so teuer wie Atomstrom, für dessen Müllentsorgung es auf der ganzen Welt kein einziges Endlager gibt. Aber längere Laufzeiten heißt natürlich auch noch mehr Atommüll ...

Atomarer Klimaschutz? Es ist schlauer, gleich auf den kompletten Umstieg zu setzen. Wir setzen auf unserem Hausdach in Baden-Baden seit 30 Jahren auf den Fusionsreaktor Sonne, der uns aus sicherer Entfernung von etwa 150 Millionen Kilometern preiswert, zuverlässig, sicher und per Speicher mit Strom und zum Teil auch mit Wärme versorgt. Es reicht auch noch für kostenloses Fahren mit einem E-Auto. Die Sonne schickt uns etwa 15.000 Mal mehr Energie als die gesamte Menschheit heute verbraucht. Es gibt von Natur aus kein Energieproblem, es gibt nur falsches Energieverhalten und vorgestrige Energiepolitik. Leider stehen in Deutschland 2022 noch 90 Prozent der Dächer energetisch völlig umsonst in der Gegend herum ...

Lesen Sie den Beitrag unter:
https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/595/die-deutsche-gespenster-diskussion-8382.html

Eine Aktion von ausgestrahlt.de:

Der Stresstest 2.0 hat gezeigt: Die Stromversorgung in Deutschland im kommenden Winter ist auch unter extremen Bedingungen gesichert – ohne AKW. Der mögliche Beitrag der AKW zur Versorgungssicherheit in noch extremeren und unwahrscheinlicheren Situationen ist vernachlässigbar klein. (Mehr dazu in den Fragen & Antworten zum Stresstest 2.0). Die Alterungsschäden in den Anlagen nehmen dagegen von Tag zu Tag zu. Allein im AKW Neckarwestheim-2 sind mehr als 350 Risse nachgewiesen – Risse derselben Art, wie sie auch in zahlreichen französischen AKW auftreten, die deshalb vom Netz genommen wurden. Bei einem Bruch nur eines einzigen Rohres besteht akute GAU-Gefahr. Das Bundesumweltministerium hat dargelegt, dass jeder Weiterbetrieb der Reaktoren nur unter Missachtung grundlegender Sicherheitsanforderungen möglich wäre.
Ruf jetzt an bei dem*der Grünen-Bundestagsabgeordneten in Deiner Nähe. Erkläre ihm*ihr, dass der Atomausstieg und das Abschaltdatum 31.12.2022 nicht verhandelbar sind! Denn auf Wähler*innen aus seinem*ihrem Wahlkreis hört er*sie.

Riss-AKW müssen sofort vom Netz – in Frankreich wie in Deutschland!

Standpunkt im Tagesspiegel vom 15.08.2022 von BEE-Chefin Simone Peter (Grüne), Klaus Mindrup (SPD) und dem Forscher Eicke Weber (FDP). Die Autoren sind sich parteiübergreifend einig, dass die Ampel jetzt alle Kraft in den Ausbau der erneuerbaren Energien stecken müsse. Der lesenswerte Beitrag endet mit der Zusammenfassung:

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Es gilt den Widerstand aus der alten fossil-nuklearen Lobby aufzubrechen. Es braucht eine breite Allianz für die konkrete Beschleunigung der Energiewende und eine konzentrierte Debatte über das zukünftige Stromsystem. Denn nur ein Stromsystem, das die erneuerbaren Energien ins Zentrum stellt und dabei mehr flexibel steuerbare Leistung anreizt, kann dauerhaft bezahlbare Energie liefern – sicher, importunabhängig und klimafreundlich. Dazu gehört auch, durch eine Produktionsinitiative auf europäischer Basis importunabhängiger zu werden. Es macht keinen Sinn, Importabhängigkeit vom russischen Gas durch Importabhängigkeit von chinesischen Anlagenkomponenten zu ersetzen!

Wir haben die Lösungen, die funktionieren. Jetzt müssen wir sie entschieden umsetzen und nicht länger irgendwelchen Fata Morganas hinterherlaufen.