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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Allgemein ist bekannt, dass Kleinkinder, die näher an deutschen Atomkraftwerken wohnen, häufiger an Krebs und an Leukämie erkranken, als Kleinkinder, die weiter von Atomkraftwerken entfernt wohnen. Die Krebsrate ist um 60% und die Leukämierate um etwa 120% erhöht (IPPNW). Es gibt jedoch bis heute keine allgemein anerkannte Begründung für diesen Effekt.

Im März 2020 hat der heute als unabhängiger Experte tätige Strahlenbiologe Ian Fairlie eine umfangreiche Bewertung von Tritium vorgenommen und in das Internet gestellt. Fairlie trat schon 2007 als Gutachter für Greenpeace in Bezug auf Tritium in Kanada auf.

Folgende Gedanken sind aus Sicht des Anti-Atom-Bündnisses Berlin Potsdam aus der Zusammenstellung von Ian Fairlie hervorzuheben:

 

  • Insgesamt stellt Tritium die konventionelle Dosimetrie und die Bewertung des Gesundheitsrisikos vor zahlreiche Herausforderungen.
  • Er weist auf eine Unterschätzung der Inkorporation von Tritium über die Luft hin, da nach seinen Analysen die individuellen und die kollektiven Dosen über die Luftemission viel größer als über das Wasser sind.
  • Er plädiert bei der Risikobewertung von Tritium für die Verwendung des Begriffs „Radioaktivität“ anstelle von „Strahlung“. Mit anderen Worten sollten wir die Bq-Emissionen und – Aufnahmen, -Konzentrationen von Tritium anstelle der Sv-Dosen verwenden. Die Radioaktivität kann physikalisch gemessen werden, während Strahlendosen nur Schätzungen sind.
  • Er plädiert auf der Grundlage der Kanadischen Daten (ODWAC) für einen Trinkwassergrenzwert von 20 Bq/L.
  • Er formuliert die Hypothese, dass Tritium die Ursache für die beobachteten Anstiege von Leukämien von Kindern, die in der Nähe von Kernreaktoren geboren wurden, ist.
  • Er formulierte sehr deutlich, dass bei der Interpretation von epidemiologischen Studien zu Tritium in der Nähe von Kernreaktoren, „versteckte Vorurteile zugunsten der Atomkraft“ im Spiel waren. Er nannte es „Befangenheitskonflikte“ die vor solchen Studien zu klären sind.
  • Viele epidemiologische Studien in Nähe von Kernreaktoren haben erhöhte Risiken festgestellt, die jedoch als statistisch nicht signifikant“ abgetan wurden. Doch dieses statistische Fachwort „signifikant“ bedeutet nur, dass der beobachtete Effekt mit einer 5%igen Irrtumswahrscheinlichkeit zufällig eingetreten sein kann. Würde man eine 10%igen Irrtumswahrscheinlichkeit zulassen, wäre der beobachtete Effekt statistisch signifikant.

Auffallend stark kritisiert er die derzeitge Risikobewertung mit den Worten:

„So wie die Menschen in den vergangenen Jahrzehnten über das Rauchen von Tabak in die Irre geführt wurden, werden wir heutzutage möglicherweise über Krebserkrankungen in der Nähe von KKW in die Irre geführt.“

Der Autor hat eine Reihe von Empfehlungen ausgesprochen. Eine seiner Empfehlungen ist es: Frauen, die in der Nähe von Kernkraftwerken wohnen und die eine Familie mit Kindern gründen wollen bzw. Familien mit kleinen Kindern nahe zu legen, den Wohnort zu wechseln!

Link zum Beitrag: https://www.ianfairlie.org/news/the-hazards-of-tritium/

SW