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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Aus der Einladung:

Uranabbau – Nuklearwaffen – AKW-Ausstieg – Atommüll-Endlager

Die Klimakrise ist die zentrale politische Frage der Gegenwart. Die notwenige Abkehr von fossilen Energien darf aber die Atomenergie nicht ausschließen. Der Atom-Ausstieg muss umgesetzt werden.

Wir wollen das Thema 'Atomkraft' und das notwendige 'Ende des Atomzeitalters' in all seinen Aspekten im nächsten Sulzbrunner Symposium 2021 kritisch begleiten und die zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung damit wiederbeleben und anregen. Es braucht jetzt eine Anti-Atom-Bewegung 2.0 und einen Schulterschluss mit der Klima-Bewegung.

Wir werden mit Friedensnobelpreis-Trägern über Wege zu einer Welt ohne Atomwaffen sprechen, erfahrene Klima-und Anti-Atomaktivisten zusammenbringen, die Behauptungen der Atomlobby widerlegen, gemeinsam Kriterien für die Endlagersuche festlegen – und die nächsten Schritte in eine atomfreie Zukunft planen.

Wir laden ein zu einem  "Gipfeltreffen der Anti-Atom-Bewegung".

Aus einer Mail von Nuclear Free Future Foundation 14.08.2021:

Liebe Unterstützerinnen und Freunde,

in einem offenen Brief appelliert die Nuclear Free Future Foundation an die Vorsitzenden der Parteien des demokratischen politischen Spektrums in Deutschland, sich eindeutig gegen Atomkraft als Retter in der Klimakrise zu positionieren. Die Hochwasserkatastrophen im Westen Deutschlands und die Brände in Südeuropa führen uns dramatisch vor Augen, dass der Klimawandel bereits Wirklichkeit ist. Die Atomindustrie preist sich als Retterin gegen die Klimakrise. Das ist aus verschiedenen Gründen falsch:

  1. Atomkraft hat einen Anteil von 4,3 Prozent an der weltweiten Energieerzeugung. Um die klimaschädliche Kohle durch Atomkraft zu ersetzen, müssten 2600 AKW gebaut werden.
  2. Ein solch massiver AKW-Ausbau würde das bereits bestehende Sicherheitsrisiko dramatisch vergrößern und die jeweiligen Staaten wirtschaftlich enorm belasten.
  3. Der Bau von Atomkraftwerken dauert viel zu lange und ist viel zu teuer, um zur Lösung der Klimakrise etwas beitragen zu können.
  4. Die Atomreaktoren der vierten Generation sind nach einem Bericht des Wissenschaftlichen Diensts des Deutschen Bundestags nicht vor 2060 kommerziell verfügbar.
  5. Sogenannte Kleine modulare Reaktoren (SMR) werden neuerdings als Lösung angepriesen. Ihre geringe Größe macht sie aber höchst unwirtschaftlich.
  6. Am Milliarden-Projekt Fusionsreaktor ist Deutschland über den EURATOM-Vertrag unbefristet beteiligt. Mit seiner Realisierung ist vor Ende des Jahrhunderts nicht zu rechnen.

Jeder Euro, der in die weitere Förderung von Atomkraft fließt, verhindert den schnellen Umstieg auf Erneuerbare Energien. Rund um den Globus sind sie inzwischen deutlich kostengünstiger als Atomstrom und gegenüber bestehenden Kohle- und Gaskraftwerken konkurrenzfähig.

Von den Parteien, die zur Bundestagswahl damit werben, die Zukunft Deutschlands im Blick zu haben, erwarten wir, diesbezüglich die richtigen Weichen zu stellen.

Link zum offenen Brief: https://www.nuclear-free.com/neues/offener-brief-zur-bundestagswahl.html?file=files/assets_nuclear_free_foundation/de/download/Off%20Brief%20Bundestagswahl%202021_Schluss.pdf

BUND Hessen - Pressemitteilung vom 24.03.2021:

Zehn Jahre nach Stilllegung des AKW Biblis hat die Landesregierung noch immer kein Gesamtkonzept zur Entsorgung des radioaktiven Mülls. Der BUND Hessen kritisiert das.

Anlässlich des Antrags der CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag (Drs. 20/5360) zur Entsorgung der Abfälle aus dem Abriss der Atomreaktoren fordert der Landesverband Hessen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) die Landesregierung auf, 10 Jahre nach Stilllegung des AKW Biblis endlich ein Gesamtkonzept vorzulegen, welche Mengen radioaktiven Abfalls wann zu welcher Entsorgung gebracht werden sollen und wie die Strahlenbelastung von Arbeitern und Bevölkerung minimiert werden kann.

Der Umweltverband verweist darauf, dass es begründete wissenschaftliche Kritik an den Modellen gibt, von denen die gesetzlich festgesetzten Grenzwerten abgeleitet wurden und der Antrag auf mangelhafte Einschätzung zu hessischen Deponiekapazitäten beruht. Zudem werde der Atommüll ausgespart, der in den Wirtschaftskreislauf abgegeben wird.

„Wenn die Modelle nicht belastbar sind und man nicht weiß, ob diese vor Ort eingehalten werden, stimmt das ganze System der Freigabe radioaktiver Abfälle nicht.“, sagt Dr. Werner Neumann, BUND-Atomexperte.

Die Vorbereitungen laufen bei den Naturfreunden. Wir informieren schon einmal vorab aus einer Mail von .ausgestrahlt:

Am Freitag, den 18. Juni, am Tag des EU-Wirtschafts- und Finanzminister*innen-Treffens, protestieren Anti-Atom-Aktive und Menschen aus der Klimabewegung gegen das geplante „Greenwashing“ von Atomkraft und fossilem Gas in der EU-Taxonomie und treten zum symbolischen Kräftemessen mit der Gas- und Atomlobby an.

Die EU-Taxonomie als mächtiges Förderinstrument des Green Deals bestimmt, welche Wirtschaftsaktivitäten als nachhaltig deklariert werden und welche nicht.

In Berlin, Bonn und München finden Aktionen vor den Vertretungen der EU-Kommission statt: ein medienwirksames Tauziehen, bei dem die eine Seite Masken trägt, die sie als Vertreter*innen der Atom- oder Gaslobby kenntlich macht - auf der anderen Seite die Umweltaktivist*innen, die den Missbrauch der EU-Taxonomie verhindern wollen.

Wenn auch Du es empörend findest, dass Erdgas und Atomkraft zu nachhaltigen Technologien deklariert und als solche von der EU gefördert werden sollen, dann unterstützen wir Dich gern beim Organisieren einer Aktion an Deinem Ort:

 .ausgestrahlt (05.03.2021):

 Gefährliche Risse!

Untersuchungen im AKW Neckarwestheim‑2 haben im Juni 2020 zum vierten Mal in Folge Schäden in den Dampferzeugern aufgedeckt. Mehr als 300 Rohre weisen zum Teil tiefgehende und lange Risse auf. Die Ursache ist bis heute nicht behoben. Damit besteht die akute Gefahr, dass weitere Risse entstehen und Rohre spontan abreißen. Expert*innen warnen, dass ein solcher Bruch einen Störfall bis hin zur Kernschmelze auslösen könnte.

AKTUELL:

Ein Gutachten des Reaktorsicherheitsexperten Dipl.-Ing. Dieter Majer, Ministerialrat a.D. und ehemals einer der höchsten Atomaufseher im Bundesumweltministerium, erhebt schwere Vorwürfe gegen die dem grünen Umweltministerium in Stuttgart unterstellte Atomaufsicht. Die angeblichen Sicherheitsnachweise, mit denen die Behörde den Weiterbetrieb des Riss-Reaktors rechtfertigt, fußen auf falschen Grundlagen. Für derlei Nachweise zwingend notwendige Voraussetzungen sind in Neckarwestheim nicht gegeben. Die Nachweise, so Majer, seien daher fehlerhaft und nichtig, der Reaktor wegen akuter Gefahr für die Bevölkerung umgehend vom Netz zu nehmen. Das SWR-Politmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg" macht die Vorwürfe in seiner Sendung am 04.03.2021 (SWR, 20:30) öffentlich.

 Link: https://www.ausgestrahlt.de/informieren/atomunfall/gefahr-neckarwestheim/