Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Pressemitteilungen

Sehr geehrte Biobauern, Planer, Beschäftigte und Engagierte des Anbauverbandes Demeter e.V.,
sehr geehrte Inhaber, Betreiber und Beschäftigte von Unternehmen, die Bio-Produkte verarbeiten oder vermarkten!

In der Öffentlichkeit, u.a. bei den Mitgliedern des Anti-Atom-Bündnisses in Berlin und Potsdam, entsteht der Eindruck, dass Sie in der von der Atomlobby im Rahmen der Klimadebatte losgetretenen Diskussion für eine Renaissance der Atomenergie eintreten. Dies geschieht in Verbindung mit der Werbekampagne des Handelsunternehmens Denn´s, das zurzeit den Slogan "Kernkraft? Ja bitte!" aggressiv in der Öffentlichkeit lanciert. Hier ist Ihr Anbauverband bzw. Ihr Unternehmen / Unternehmensgruppe als Unterstützer aufgeführt.
"Kernkraft" steht im öffentlichen Sprachgebrauch eindeutig als Synonym für die Atomkraft, was durch eine Recherche im Internet leicht nachvollziehbar wird.

Auch auf erneute Nachfrage bezeichnet Denn´s es als "Missverständnis", dass "Kernkraft? ja bitte" mit "Atomkraft? ja bitte" in Zusammenhang stehen könnte. Denn´s hat sich in u.a. Ihrem Namen weiter auf diese Art der Propaganda festgelegt und sich nicht von dem Synonym für "Kernkraft" = "Atomkraft" distanziert, um Verzeihung gebeten oder die Angelegenheit öffentlich dementiert. Das legt die dringende Vermutung nahe, dass Denn´s nicht Willens ist oder sogar vertraglich gebunden dazu nicht in der Lage ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass insbesondere Ihre Radio- und Kino-Werbungen bei den Bürgern missverstanden und im Unterbewusstsein falsch abgelegt werden, ist sehr hoch. Für uns wurden damit ethische / moralische Grenzen in der Werbung klar überschritten.

Deshalb richtet das Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam die Fragen an Sie:

2019 10 30 Kornkraft Kernkraft klein

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam hat am 29.10.2019 folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Wer "Kernkraft? Ja, bitte!" sagt, muss auch „Atomkraft? Nein Danke“ sagen, denn’s wir ernten sonst, was wir säen!

Situation:

Derzeitig versucht die Atomlobby mit dem Slogan „Atomkraft, ja bitte!“, eine Kehrtwende vom Atomausstieg einzuleiten.
Nun hat die denn’s Biomarkt und BioMarkt Verbundgruppe Ende September die Initiative „KERNKRAFT? JA, BITTE!“ gestartet . Gemeint ist hier eine zukunftsfähige, gentechnikfreie Ökozüchtung zur Ausnutzung der natürlichen Kernkraft des Saatgutes.
Mitglieder des Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam sind auf diese bewusst als Werbestrategie eingesetzte Provokation aufmerksam geworden und bewertet diese wie folgt:


Bewertung durch das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam

  1. In der deutschen Bevölkerung wird das Wort "Kernkraft" überwiegend mit dem Synonym "Atomkraft" assoziiert. Dabei ist das  Wort „Atomkraft“ zum Glück bei der Mehrheit der Deutschen negativ besetzt.
  2. Fakt ist, dass sich nur wenige Kunden intensiver mit Werbung auseinandersetzen.
    Die Initiatoren der Initiative müssen sich deshalb im Klaren darüber sein, dass
    a) diese negative Assoziation von einem Teil der Kunden auf die Bio-Branche übertragen wird und
    b) ein wahrscheinlich größerer Teil der Kunden im Unterbewusstsein die Assoziation herstellt, „Wenn selbst die Bio-Branche die Atomkraft unterstützt, dann kann sie ja nicht so schlimm sein“.
  3. Die Initiatoren der Initiative belasten mit diesem vermeintlichen Wortspiel die Klärung des Weges zur Bewältigung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen bezüglich der Klimapolitik und des notwendigen Umbaus der Energiewirtschaft bei gleichzeitigem Atomausstieg.
  4. Ziel dieser Werbestrategie war es, über diese Verwirrung die eigene Marke in ein breites öffentliches Gespräch zu bringen. Die bewusste Ausnutzung einer Provokation als Werbestrategie verhöhnt jedoch alle, die unter den Auswirkungen der Atomtechnologie leiden, litten und leiden werden, wie auch die, die sich für ein Beenden dieser verheerenden Technologie vehement einsetzen.

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam fordert die Initiative auf, die Kampagne mit einer eindeutigen Distanzierung bezüglich der Atomkraft zu beenden.

 

Da vom 29.-31.10.2018 in Brüssel die Propagandisten der Thoriumflüssigsalzreaktoren nicht nur tagen, sondern auch seit Wochen eine Verdummungspropagandaschau für diesen Reaktortyp als Klimaretter abziehen; haben einige belgische und deutsche Anti-AKW-Gruppen die angehängte Erklärung geschrieben. Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam unterstützt diese No2Tho- Erklärung.

Wir fordern die Forschungsinstitute, politischen Entscheidungsträger und alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure auf, alle Ressourcen in vollständig erneuerbare, nicht fossile und nicht atomare Energiesysteme zu investieren. Anstatt zivilmilitärischer Atomforschung fordern wir Forschungsgelder für die grenzübergreifende und europaweite Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien, der Speichertechnologien, der Energieeffizienz- und Energiespartechnologien!

Diese Forderung schließt auch die Ablehnung jeglicher Forschung, Entwicklung und Umsetzung der Thoriumkernkraft ein. Solange der Atomausstieg nicht, wie die Linke Partei schon lange fordert, in das Grundgesetz aufgenommen worden ist (Antrag von 2011), ist diese Bedrohung auch für Deutschland keineswegs gebannt.

Weiterführende Informationen:

Düstere Aussichten für den Katastrophenschutz bei der Berliner Feuerwehr - Forderung zur sofortigen Abschaltung des BER II

Situation:
Über die Berliner Morgenpost (1) informierte der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Berlin Sascha Guzy über die dramatische Situation in Berlin: "Die Berliner Feuerwehr steht kurz vor der Handlungsunfähigkeit." Von 41 Katastro­phenschutzfahrzeugen würden in diesem Jahr 21 Fahrzeuge ausgesondert. Ab dem Jahr 2020 stünden nur noch acht Fahrzeuge für den Katastrophenschutz zur Verfügung. Berlins Innensenator versprach der Feuerwehr zwar neue Fahrzeuge, erwartet aber für die Katastrophen­schutzfahrzeuge Unterstützung vom Bund. Man spricht von "Tropfen auf den heißen Stein, die das Problem nicht lösen" und von einer systematischen Vernachlässigung der Sicherheit Berlins (2).