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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Termine

16 Nov 2019
10:00 Uhr 16:00 Uhr
Tagung: Kernkraftwerke in der DDR – Geschichte und Widerstand
03 Dez 2019
18:00 Uhr 21:00 Uhr
Dialoggruppe mit HZB
11 Dez 2019
18:00 Uhr
Abschaltparty BER II

Abschaltparty BER II am 11.12.2019

Abschaltparty

Am Ende bleibt für uns und nachfolgendeGenerationen "nur" unendlicher Müll von Neutronenforschern.

Wir feiern das Ende trotzdem und schlürfen schon mal genüßlich am Schwimmbad-Cocktail.

 

Öffentliches Schreiben an Anbauverbände und Unternehmen

Sehr geehrte Biobauern, Planer, Beschäftigte und Engagierte des Anbauverbandes Demeter e.V.,
sehr geehrte Inhaber, Betreiber und Beschäftigte von Unternehmen, die Bio-Produkte verarbeiten oder vermarkten!

In der Öffentlichkeit, u.a. bei den Mitgliedern des Anti-Atom-Bündnisses in Berlin und Potsdam, entsteht der Eindruck, dass Sie in der von der Atomlobby im Rahmen der Klimadebatte losgetretenen Diskussion für eine Renaissance der Atomenergie eintreten. Dies geschieht in Verbindung mit der Werbekampagne des Handelsunternehmens Denn´s, das zurzeit den Slogan "Kernkraft? Ja bitte!" aggressiv in der Öffentlichkeit lanciert. Hier ist Ihr Anbauverband bzw. Ihr Unternehmen / Unternehmensgruppe als Unterstützer aufgeführt.
"Kernkraft" steht im öffentlichen Sprachgebrauch eindeutig als Synonym für die Atomkraft, was durch eine Recherche im Internet leicht nachvollziehbar wird.

Auch auf erneute Nachfrage bezeichnet Denn´s es als "Missverständnis", dass "Kernkraft? ja bitte" mit "Atomkraft? ja bitte" in Zusammenhang stehen könnte. Denn´s hat sich in u.a. Ihrem Namen weiter auf diese Art der Propaganda festgelegt und sich nicht von dem Synonym für "Kernkraft" = "Atomkraft" distanziert, um Verzeihung gebeten oder die Angelegenheit öffentlich dementiert. Das legt die dringende Vermutung nahe, dass Denn´s nicht Willens ist oder sogar vertraglich gebunden dazu nicht in der Lage ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass insbesondere Ihre Radio- und Kino-Werbungen bei den Bürgern missverstanden und im Unterbewusstsein falsch abgelegt werden, ist sehr hoch. Für uns wurden damit ethische / moralische Grenzen in der Werbung klar überschritten.

Deshalb richtet das Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam die Fragen an Sie:

29.10.2019 "Denn's spielt mit dem Feuer"

2019 10 30 Kornkraft Kernkraft klein

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam hat am 29.10.2019 folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Wer "Kernkraft? Ja, bitte!" sagt, muss auch „Atomkraft? Nein Danke“ sagen, denn’s wir ernten sonst, was wir säen!

Situation:

Derzeitig versucht die Atomlobby mit dem Slogan „Atomkraft, ja bitte!“, eine Kehrtwende vom Atomausstieg einzuleiten.
Nun hat die denn’s Biomarkt und BioMarkt Verbundgruppe Ende September die Initiative „KERNKRAFT? JA, BITTE!“ gestartet . Gemeint ist hier eine zukunftsfähige, gentechnikfreie Ökozüchtung zur Ausnutzung der natürlichen Kernkraft des Saatgutes.
Mitglieder des Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam sind auf diese bewusst als Werbestrategie eingesetzte Provokation aufmerksam geworden und bewertet diese wie folgt:


Bewertung durch das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam

  1. In der deutschen Bevölkerung wird das Wort "Kernkraft" überwiegend mit dem Synonym "Atomkraft" assoziiert. Dabei ist das  Wort „Atomkraft“ zum Glück bei der Mehrheit der Deutschen negativ besetzt.
  2. Fakt ist, dass sich nur wenige Kunden intensiver mit Werbung auseinandersetzen.
    Die Initiatoren der Initiative müssen sich deshalb im Klaren darüber sein, dass
    a) diese negative Assoziation von einem Teil der Kunden auf die Bio-Branche übertragen wird und
    b) ein wahrscheinlich größerer Teil der Kunden im Unterbewusstsein die Assoziation herstellt, „Wenn selbst die Bio-Branche die Atomkraft unterstützt, dann kann sie ja nicht so schlimm sein“.
  3. Die Initiatoren der Initiative belasten mit diesem vermeintlichen Wortspiel die Klärung des Weges zur Bewältigung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen bezüglich der Klimapolitik und des notwendigen Umbaus der Energiewirtschaft bei gleichzeitigem Atomausstieg.
  4. Ziel dieser Werbestrategie war es, über diese Verwirrung die eigene Marke in ein breites öffentliches Gespräch zu bringen. Die bewusste Ausnutzung einer Provokation als Werbestrategie verhöhnt jedoch alle, die unter den Auswirkungen der Atomtechnologie leiden, litten und leiden werden, wie auch die, die sich für ein Beenden dieser verheerenden Technologie vehement einsetzen.

Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam fordert die Initiative auf, die Kampagne mit einer eindeutigen Distanzierung bezüglich der Atomkraft zu beenden.

 

Erster "World Nuclear Waste Report / Focus Europe" wird in Berlin vorgestellt!

Wir erhielten folgenden interessanten Veranstaltungshinweis:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

es hat etwas länger gedauert als geplant. Nun ist es geschafft. Die erste Ausgabe des World Nuclear Status Report / Focus Europe ist fertig. Wissenschaftler aus etlichen Ländern haben beigetragen und konnten dank einer vielfältigen Gruppe von Sponsoren diese Arbeit machen. Nach dem Erfolg des jährlichen Statusberichtes zum Stand der Entwicklung der Atomindustrie (World Nuclear Industry Status Report) schließen wir mit diesem internationalen Bericht über Atommüll und die ungelöste Endlagerfrage eine Lücke. Es wird versucht, die schwierige Lage der Entsorgung von Atommüll in den Atomstaaten darzustellen und vergleichbar zu machen. Wir wollen den Bericht mit einer Gruppe der beteiligten Wissenschaftler am 11.11.2019 in Berlin vorstellen. Die Veranstaltung findet in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin statt. Hier ist der link zum Programm inklusive der Möglichkeit zur Registrierung.

https://calendar.boell.de/en/event/launch-world-nuclear-waste-report-wnwr-focus-europe

Über Ihr/Euer Interesse würden sich die Autoren und würde auch ich mich freuen.

Beste Grüsse aus dem Wendland.

Tritium wird aus Hilflosigkeit verharmlost

Der Reaktorleiter Stephan Welzel hatte am 26.06.2019 bei der FU-Veranstaltung "Der Forschungsreaktor in Wannsee: das Dialogverfahren zum Rückbau" im Rahmen der FU Veranstaltungsreihe "Der Atomkonflikt in Deutschland – bis in alle Ewigkeit?" den Abschalttermin auf Mittwoch 11.12.2019 vorverlegt.

Also noch 10 Wochen bis zur Abschaltung. Grund genug, an dieser Stelle einen Countdown zu veröffentlichen. Countdown14

Am 10.09.2019 meldeten die Medien wie z.B. DIE ZEIT:

Kühlwasser von Fukushima soll ins Meer geleitet werden - Acht Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima werden die Speicher für radioaktives Wasser knapp. Japans Regierung erwägt die Einleitung in den Pazifik.“

Aber nicht nur dort ist radioaktives, tritiumhaltiges Wasser ein Problem:
Während der gesamten Betriebszeit des BER II gelangten durch den Abluftkamin täglich bis zu einer Tonne tritiierter Wassersdampf aus dem Reaktorbecken in die Umwelt.

Tritium (T oder ³H) ist ein Isotop des Wasserstoffs. Es besteht, wie der normale Wasserstoff (H), aus einem Proton und einem Elektron, enthält aber zusätzlich zwei Neutronen im Kern und wird deshalb auch „überschwerer Wasserstoff“ genannt. Tritium ist radioaktiv, zerfällt mit einer sogenannten β ́(beta) -Strahlung. Die radioaktive Halbwertszeit beträgt 12,3 Jahre.

Während sich der menschliche Körper für äußere β ́-Strahlung recht leicht abschirmen lässt, besteht die Gefahr, dass bei Inkorporation des tritiumhaltigen Wassers beispielsweise durch Wasserdampf beim Atmen oder durch Verzehr von Pflanzen, die Tritium durch Regenwasser aufgenommen haben, die Strahlung in den Zellen Schaden anrichtet.

Die Rückkehr der Atomkraft verhindern!

Das "Anti-Atom-Plenum Berlin", das "Anti-Atom-Büro Hamburg" und die "Energiekämpfe in Bewegung Bremen" haben folgenden interessanten Flyer veröffentlicht:

THE RETURN OF THE LIVING DEAD

Die Rückkehr der Atomkraft verhindern – Castor stoppen!

Es ist noch nicht vorbei

Castor-Alarm 2019/20? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Für viele ist der Atomausstieg beschlossene Sache, manche glauben gar, dass alle deutschen Atomkraftwerke bereits abgeschaltet sind. Doch die acht leistungsstärksten Reaktoren laufen noch immer – und ihr Weiterbetrieb wird massiv vorangetrieben. Zugleich rollt – womöglich schon bald – ein Castor-Transport von LaHague nach Philipsburg. Deshalb: Ja! Castor-Alarm!
Vor rund zweieinhalb Legislaturperioden, kurz nach Fukushima, sah sich die Bundesregierung gezwungen, dem Druck der Straße nachzugeben und die 2011 vereinbarte Laufzeitverlängerung (!) zurückzunehmen und zum zweiten Mal einen Ausstieg zu beschließen. Die acht ältesten AKW wurden stillgelegt, doch gelang es, den Weiterbetrieb der wichtigsten Leistungsreaktoren für ein weiteres Jahrzehnt zu sichern. 2019 liegt Deutschland europaweit immer noch auf Platz 3 der installierten Atomstromproduktion, angesichts der gesamtgesellschaftlichen Anti-AKW-Stimmung eine bemerkenswerte Situation.

ZITTY Artikel: "Der Anfang vom Ende"

Im Stadtmagazin für Berlin ZITTY erschien Ende August unter dem Titel "Der Anfang vom Ende" ein lesenswerter, kurzweiliger Artikel zur nahenden Abschaltung des Reaktors BERII.

https://www.zitty.de/der-anfang-vom-ende/

Protest gegen Endlager in Frankreich - Atommüll, nein Danke!

Unbedingt hörens- bzw. lesenswert:

Im DLF Kultur gab es in der Rubrik Weltzeit am 04.07.2019 einen interessanten Beitrag über das geplante Atommüll-Endlager in Bure in Fankreich.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/protest-gegen-endlager-in-frankreich-atommuell-nein-danke.979.de.html?dram:article_id=452884

Endlager gesucht!

30000 Generationen

Eindrücke von der Infoveranstaltung in Potsdam

Der Präsident des BfE (Bundesamt für Endlagerung), Wolfram König, führte durch die Infoveranstaltung am 13. Juni 2019.

Es entstand schnell der Eindruck einer Werbeveranstaltung: es wurden Getränke gereicht, Kugelschreiber und anderes Werbematerial. Man hat sich bemüht, den Eindruck einer offenen und ehrlichen Atmosphäre zu vermitteln.

Am Beginn des Infoabends wurde eine Präsentation gezeigt, wie die Suche nach streng wissenschaftlichen Kriterien mit Ausschlusskriterien erfolgen soll. Das war sehr anschaulich dargestellt und wunderbar anzusehen! Leider wurde dann im Laufe des Infoabends immer mehr deutlich, dass die gezeigte Präsentation zur Endlagersuche nichts weiter als eine schöne Propaganda-Show war!

Endlagersuche - Info-Abend in Potsdam

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit hat eingeladen:

 "Die Veranstaltung in Potsdam ist Teil einer bundesweit angelegten Reihe unter der Überschrift "Endlager gesucht", die sich an Bürgerinnen und Bürger richten. Das BfE als Verfahrensführer wird informieren, wie die Endlagersuche abläuft und wie sich Bürgerinnen und Bürger schon im Suchverfahren vielfältig mit Fragen, Wünschen und eigenen Vorstellungen einbringen können."

https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Termine/BfE/DE/2019/190613-enlager-vareihe.html

Wann 13.06.2019 18:00 Uhr

Ort: Kutschstall

Am Neuen Markt 9a/b
14467 Potsdam

 

siehe auch:

https://twitter.com/endlagerdialog

http://endlagerdialog.de/terminkalender/

Klimaschock & Lösungskonzepte - Nuklearindustrie hat Klimarat offenbar umarmt

Liebe Aktive, lieber Robert Habeck,

gestern im Anne Will Talk - https://daserste.ndr.de/annewill/index.html " Streiken statt Pauken " waren die "Nebelwerfer-Argumente" u. hinterhältigen Industrieinteressen mal wieder back-mindig dabei.

Im eingeblendeten Interview mit Greta Th. "Ich bin Realistin. Ich sehe Fakten" räumt sie differenziert ein, daß es lt. Klimarat der Atomkraftwerke bedarf, um den Energiebedarf der Weltbevölkerung momentan zu decken. Das sei aber nicht ihre persönliche Meinung, sondern das hätte ihr der Klimarat gesagt. Das empört mich zutiefst.