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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Termine

06 Aug 2019
18:00 Uhr 21:00 Uhr
Dialoggruppe ohne HZB (Begleitgruppe)
27 Aug 2019
18:00 Uhr 21:00 Uhr
Dialoggruppe mit HZB

Endlager gesucht!

30000 Generationen

Eindrücke von der Infoveranstaltung in Potsdam

Der Präsident des BfE (Bundesamt für Endlagerung), Wolfram König, führte durch die Infoveranstaltung am 13. Juni 2019.

Es entstand schnell der Eindruck einer Werbeveranstaltung: es wurden Getränke gereicht, Kugelschreiber und anderes Werbematerial. Man hat sich bemüht, den Eindruck einer offenen und ehrlichen Atmosphäre zu vermitteln.

Am Beginn des Infoabends wurde eine Präsentation gezeigt, wie die Suche nach streng wissenschaftlichen Kriterien mit Ausschlusskriterien erfolgen soll. Das war sehr anschaulich dargestellt und wunderbar anzusehen! Leider wurde dann im Laufe des Infoabends immer mehr deutlich, dass die gezeigte Präsentation zur Endlagersuche nichts weiter als eine schöne Propaganda-Show war!

CDU-Rechte will längere AKW-Laufzeiten

Nach einzelnen Wirtschaftsvertretern fordert jetzt die CDU-„Werteunion“ längere AKW-Laufzeiten, um das Klima zu schützen. Das stößt auf breite Kritik.

Lesen Sie dazu den Beitrag in der taz vom 04.06.2019.

Endlagersuche - Info-Abend in Potsdam

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit hat eingeladen:

 "Die Veranstaltung in Potsdam ist Teil einer bundesweit angelegten Reihe unter der Überschrift "Endlager gesucht", die sich an Bürgerinnen und Bürger richten. Das BfE als Verfahrensführer wird informieren, wie die Endlagersuche abläuft und wie sich Bürgerinnen und Bürger schon im Suchverfahren vielfältig mit Fragen, Wünschen und eigenen Vorstellungen einbringen können."

https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Termine/BfE/DE/2019/190613-enlager-vareihe.html

Wann 13.06.2019 18:00 Uhr

Ort: Kutschstall

Am Neuen Markt 9a/b
14467 Potsdam

 

siehe auch:

https://twitter.com/endlagerdialog

http://endlagerdialog.de/terminkalender/

Klimaschock & Lösungskonzepte - Nuklearindustrie hat Klimarat offenbar umarmt

Liebe Aktive, lieber Robert Habeck,

gestern im Anne Will Talk - https://daserste.ndr.de/annewill/index.html " Streiken statt Pauken " waren die "Nebelwerfer-Argumente" u. hinterhältigen Industrieinteressen mal wieder back-mindig dabei.

Im eingeblendeten Interview mit Greta Th. "Ich bin Realistin. Ich sehe Fakten" räumt sie differenziert ein, daß es lt. Klimarat der Atomkraftwerke bedarf, um den Energiebedarf der Weltbevölkerung momentan zu decken. Das sei aber nicht ihre persönliche Meinung, sondern das hätte ihr der Klimarat gesagt. Das empört mich zutiefst.

Kerngedanken - 80 Jahre Kernspaltung

kerngedankenIm Umkreis von nur wenigen Kilometern befindet sich eine einmalige Ansammlung von Orten, an denen uns die Geschichte der atomaren Verirrung der Menschheit zum Greifen nahe kommt:

  • Berlin-Dahlem, Dezember 1938: Otto Hahn, Fritz Straßmann und Lise Meitner entdecken und beschreiben zum ersten Mal die Urankernspaltung
  • Potsdam-Griebnitzsee, Juli 1945: US-Präsident Truman gibt den Einsatzbefehl für die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
  • Berlin-Wannsee, März 1959: Das „Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung Berlin“ geht zunächst mit dem Berliner-Experimentier-Reaktor BER I (bis 1971) in Betrieb. 1973 folgt der
    BER II, der nun im Dezember 2019 außer Betrieb gehen soll. Beide Atomreaktoren haben in dieser Zeit eine große Menge an hochradiokativem Müll produziert, der in einem bisher nicht gefundenen Atommülllager irgendwo in Deutschland für eine Million Jahre sicher gelagert werden muss.

#ICANSAVE Potsdam

Herzlichen Glückwunsch - Potsdam!

 2019 03 06 Potsdam Städteappell

Wann wird sich Berlin trauen?

Weitere Infos unter https://www.icanw.de/ican-staedteappell/

Atommüll im Namen der Forschung

Rede zur Kazaguruma-Demonstration zum 8. Jahrestag von Fukushima 9. März 2019 (http://kazagurumademo.de/)

Atomausstieg

Mein Name ist Stephan Worseck und ich bin in dem Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam das 2012 als Wannsee-Gruppe seine Arbeit aufnahm, aktiv. Weiterhin bin ich auch in der Dialoggruppe des Helmholtz-Zentrums Berlin, das ich in dieser Rede als HZB abkürzen werde, engagiert.

Ich bin in Potsdam, in der ehemaligen DDR, aufgewachsen. Meine Grundschule war in einem Gebäude untergebracht, das heute „Truman-Villa“ genannt wird und uns wurde damals gelehrt, dass 1945 in diesem Gebäude der damalige Präsident der USA, Harry S. Truman, die menschenverachtenden Befehle zum Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki erteilt hatte.

Kein radioaktives Abwasser aus dem AKW Brunsbüttel in die Elbe

Diese online Petition hat zwar nichts mit dem Berliner Forschungsreaktor zu tun, sollte aber von uns unterstützt werden:

An: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Postfach 7151, 24171 Kiel ; Samtgemeinde Hadeln Bauamt, 21762 Otterndorf

"Die von Vattenfall beantragten Nuklideinleitungen beim Rückbau des AKW's Brunsbüttel in die Elbe sind tausendfach höher als beim Leistungsbetrieb. Die beantragte Einleitung von 185 Milliarden Becquereln an radioaktiven Substanzen pro Jahr, in 200 m Entfernung vom Deichfuß, wird abgelehnt. Wir fordern beim Rückbau durch zusätzliche Filterung die Emission von radioaktiven Substanzen vollkommen zu vermeiden."

https://weact.campact.de/petitions/kein-radioaktives-abwasser-aus-dem-akw-brunsbuttel-in-die-elbe

Naturwissenschaftiches Denken und Handeln als Herrschaftsinstrument - Thesen zu einer verantwortlichen Naturwissenschaft

Erinnerung an einen mittlerweile fast vergessenen Denkansatz aus dem Jahr 1992.

Naturwissenschaft hat, wenn sie sie denn je besaß, längst ihre Unschuld verloren. In diesem Sinne äußerten sich deutsche Kernphysiker nach dem Zweiten Weltkrieg in einem britischen Internierungslager. Um zu dieser Einsicht zu gelangen bedurfte es allerdings erst des Abwurfes zweier Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Mit diesem Ereignis und seinen verheerenden Folgen war den Wissenschaftlern um Heisenberg (> Erich Bagge, Kurt Diebner, Walter Gerlach, Otto Hahn, Paul Harteck, Horst Korsching, Max von Laue, Carl Friedrich von Weizsäcker und Karl Wirtz) "schlagartig bewußt geworden", daß ihre naturwissenschaftliche Forschung auch eine politische und gesellschaftliche Dimension hat. Aber nicht alle haben daraus die erwartbare Konsequenz gezogen: Kurt Diebner und Erich Bagge, die, wie allen anderen genannten Wissenschaftler auch, bereits im Nationalsozialismus (Heereswaffenamt ) führend tätig waren, verweigerten sich 1957 der "Göttinger Erklärung" von achtzehn Naturwissenschaftlern. In dieser Erklärung wurde zum Verzicht auf militärische Atomforschung aufgerufen. Mindestens diese beiden Wissenschaftler haben denn auch nach Kriegsende bruchlos und ohne biographische Zäsuren ihre Forschungen im deutschen Atomforschungszentrum Geesthacht (heute GKSS-Forschungszentrum Geesthacht) fortsetzen können. Und selbst bei den Unterzeichnern, zu denen von Weiszäcker und Heisenberg gehören, sind Zweifel an ihrem vorgetragenen Ethos bis auf den heutigen Tag geblieben. Denn gemeint war in dieser "Erklärung" eben nur der militärische Aspekt ihrer bisherigen Forschungen. Die behauptete Trennung von friedlicher und militärischer Nutzung der Atomtechnologie hat hier ihren Anfang und erweist sich für die nächsten Jahrzehnte als probate Strategie ihrer legitimatorischen Durchsetzung. Dennoch ist diese vielleicht folgenreichste ‘Einsicht’ der Naturwissenschaft im öffentlichen Diskurs vielfach, wenn auch noch nicht erschöpfend, thematisiert worden. Die unselige, aber innige Verbindung von naturwissenschaftlicher Forschung, Krieg und Rüstung sowie Politik ist exemplarisch in den kriegerischen Konflikten der jüngsten Vergangenheit zum Teil auch medienwirksam deutlich geworden.

Als Gast im Ausschusshimmel

„Lieber tote Gäule reiten als ein neues Pferd zu satteln, Herr Lewitz?"

Ein Mitglied unseres Bündnisses und gleichzeitig Mitglied bei den Grünen im Kreisverband Berlin-Charlottenburg, hat uns einen persönlichen Resonanz-Bericht über die Öffentliche Anhörung des Umweltausschusses zur Änderung des Atomgesetzes vom 17. Oktober 2018 zur Verfügung gestellt. Vielen dafür!

Wir haben nachträglich ein paar Links zum Weiterlesen eingefügt.

 

Liebe Sylvia & liebe Grüne, die Ihr gestern im Ausschuss ward und auch gesprochen habt, hier eine kleine Rückmeldung aus meiner bescheidenen Perspektive:

1) Problem: Informationsflut für Laien. Meine Online-Einarbeitungszeit hielt sich in ganz kleinen Grenzen, so dass ich mehr oder weniger ahnungsgeleitet mir eine Meinung gebildet habe. Schade fand ich, dass kein Grünes Papier zum Gesetzentwurf vor Ort auslag. Die verteilten Papiere, besonders das von dem unsäglich populistischen und fahrlässige Vergleiche ziehenden Jan-Christian Lewitz (Erneuerbare Energie Industrie würde mehr Tote verursachen als nuklear Anlagen - bis heute, hat er nicht mal hinzugefügt) sind desinformierend zum Thema.

24.10.2018 "Nein zur Thorium-Kernenergie"

Da vom 29.-31.10.2018 in Brüssel die Propagandisten der Thoriumflüssigsalzreaktoren nicht nur tagen, sondern auch seit Wochen eine Verdummungspropagandaschau für diesen Reaktortyp als Klimaretter abziehen; haben einige belgische und deutsche Anti-AKW-Gruppen die angehängte Erklärung geschrieben. Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam unterstützt diese No2Tho- Erklärung.

Wir fordern die Forschungsinstitute, politischen Entscheidungsträger und alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure auf, alle Ressourcen in vollständig erneuerbare, nicht fossile und nicht atomare Energiesysteme zu investieren. Anstatt zivilmilitärischer Atomforschung fordern wir Forschungsgelder für die grenzübergreifende und europaweite Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien, der Speichertechnologien, der Energieeffizienz- und Energiespartechnologien!

Diese Forderung schließt auch die Ablehnung jeglicher Forschung, Entwicklung und Umsetzung der Thoriumkernkraft ein. Solange der Atomausstieg nicht, wie die Linke Partei schon lange fordert, in das Grundgesetz aufgenommen worden ist (Antrag von 2011), ist diese Bedrohung auch für Deutschland keineswegs gebannt.

Weiterführende Informationen: