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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

Termine

31 Mär 2019
14:00 Uhr
KERNGEDANKEN - 80 Jahre Kernspaltung
02 Apr 2019
18:00 Uhr 21:00 Uhr
Dialoggruppe ohne HZB (Begleitgruppe)
07 Mai 2019
18:00 Uhr 21:00 Uhr
Dialoggruppe mit HZB

Kerngedanken - 80 Jahre Kernspaltung

kerngedankenIm Umkreis von nur wenigen Kilometern befindet sich eine einmalige Ansammlung von Orten, an denen uns die Geschichte der atomaren Verirrung der Menschheit zum Greifen nahe kommt:

  • Berlin-Dahlem, Dezember 1938: Otto Hahn, Fritz Straßmann und Lise Meitner entdecken und beschreiben zum ersten Mal die Urankernspaltung
  • Potsdam-Griebnitzsee, Juli 1945: US-Präsident Truman gibt den Einsatzbefehl für die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
  • Berlin-Wannsee, März 1959: Das „Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung Berlin“ geht zunächst mit dem Berliner-Experimentier-Reaktor BER I (bis 1971) in Betrieb. 1973 folgt der
    BER II, der nun im Dezember 2019 außer Betrieb gehen soll. Beide Atomreaktoren haben in dieser Zeit eine große Menge an hochradiokativem Müll produziert, der in einem bisher nicht gefundenen Atommülllager irgendwo in Deutschland für eine Million Jahre sicher gelagert werden muss.

#ICANSAVE Potsdam

Herzlichen Glückwunsch - Potsdam!

 2019 03 06 Potsdam Städteappell

Wann wird sich Berlin trauen?

Weitere Infos unter https://www.icanw.de/ican-staedteappell/

Atommüll im Namen der Forschung

Rede zur Kazaguruma-Demonstration zum 8. Jahrestag von Fukushima 9. März 2019 (http://kazagurumademo.de/)

Atomausstieg

Mein Name ist Stephan Worseck und ich bin in dem Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam das 2012 als Wannsee-Gruppe seine Arbeit aufnahm, aktiv. Weiterhin bin ich auch in der Dialoggruppe des Helmholtz-Zentrums Berlin, das ich in dieser Rede als HZB abkürzen werde, engagiert.

Ich bin in Potsdam, in der ehemaligen DDR, aufgewachsen. Meine Grundschule war in einem Gebäude untergebracht, das heute „Truman-Villa“ genannt wird und uns wurde damals gelehrt, dass 1945 in diesem Gebäude der damalige Präsident der USA, Harry S. Truman, die menschenverachtenden Befehle zum Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki erteilt hatte.

Kein radioaktives Abwasser aus dem AKW Brunsbüttel in die Elbe

Diese online Petition hat zwar nichts mit dem Berliner Forschungsreaktor zu tun, sollte aber von uns unterstützt werden:

An: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Postfach 7151, 24171 Kiel ; Samtgemeinde Hadeln Bauamt, 21762 Otterndorf

"Die von Vattenfall beantragten Nuklideinleitungen beim Rückbau des AKW's Brunsbüttel in die Elbe sind tausendfach höher als beim Leistungsbetrieb. Die beantragte Einleitung von 185 Milliarden Becquereln an radioaktiven Substanzen pro Jahr, in 200 m Entfernung vom Deichfuß, wird abgelehnt. Wir fordern beim Rückbau durch zusätzliche Filterung die Emission von radioaktiven Substanzen vollkommen zu vermeiden."

https://weact.campact.de/petitions/kein-radioaktives-abwasser-aus-dem-akw-brunsbuttel-in-die-elbe

Fukushima mahnt: Atomausstieg weltweit!

2019 Fukushima DemoKazaguruma Demo zum Fukushima Jahrestag am 09.03.2019

Am Samstag, dem 9. März 2019, kamen mehr als 300 Teilnehmer vor dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz um 12 Uhr anlässlich des Jahrestages der Katastrophe im Atomkraftwerk im japanischen Fukushima zusammen, um mit den japanischen Aktivisten in Berlin an die unverantwortliche Atomkatastrophe vor 8 Jahren zu erinnern, aber gleichzeitig der Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass die Kernenergie weiterhin eine große Gefahr für die Menschheit darstellt.

Zu der Demonstration unter dem Motto "Die nukleare Kette brechen!" hatten unter anderem Sayonara Nukes Berlin, die Naturfreunde, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Anti-Atom Berlin aufgerufen

Naturwissenschaftiches Denken und Handeln als Herrschaftsinstrument - Thesen zu einer verantwortlichen Naturwissenschaft

Erinnerung an einen mittlerweile fast vergessenen Denkansatz aus dem Jahr 1992.

Naturwissenschaft hat, wenn sie sie denn je besaß, längst ihre Unschuld verloren. In diesem Sinne äußerten sich deutsche Kernphysiker nach dem Zweiten Weltkrieg in einem britischen Internierungslager. Um zu dieser Einsicht zu gelangen bedurfte es allerdings erst des Abwurfes zweier Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Mit diesem Ereignis und seinen verheerenden Folgen war den Wissenschaftlern um Heisenberg (> Erich Bagge, Kurt Diebner, Walter Gerlach, Otto Hahn, Paul Harteck, Horst Korsching, Max von Laue, Carl Friedrich von Weizsäcker und Karl Wirtz) "schlagartig bewußt geworden", daß ihre naturwissenschaftliche Forschung auch eine politische und gesellschaftliche Dimension hat. Aber nicht alle haben daraus die erwartbare Konsequenz gezogen: Kurt Diebner und Erich Bagge, die, wie allen anderen genannten Wissenschaftler auch, bereits im Nationalsozialismus (Heereswaffenamt ) führend tätig waren, verweigerten sich 1957 der "Göttinger Erklärung" von achtzehn Naturwissenschaftlern. In dieser Erklärung wurde zum Verzicht auf militärische Atomforschung aufgerufen. Mindestens diese beiden Wissenschaftler haben denn auch nach Kriegsende bruchlos und ohne biographische Zäsuren ihre Forschungen im deutschen Atomforschungszentrum Geesthacht (heute GKSS-Forschungszentrum Geesthacht) fortsetzen können. Und selbst bei den Unterzeichnern, zu denen von Weiszäcker und Heisenberg gehören, sind Zweifel an ihrem vorgetragenen Ethos bis auf den heutigen Tag geblieben. Denn gemeint war in dieser "Erklärung" eben nur der militärische Aspekt ihrer bisherigen Forschungen. Die behauptete Trennung von friedlicher und militärischer Nutzung der Atomtechnologie hat hier ihren Anfang und erweist sich für die nächsten Jahrzehnte als probate Strategie ihrer legitimatorischen Durchsetzung. Dennoch ist diese vielleicht folgenreichste ‘Einsicht’ der Naturwissenschaft im öffentlichen Diskurs vielfach, wenn auch noch nicht erschöpfend, thematisiert worden. Die unselige, aber innige Verbindung von naturwissenschaftlicher Forschung, Krieg und Rüstung sowie Politik ist exemplarisch in den kriegerischen Konflikten der jüngsten Vergangenheit zum Teil auch medienwirksam deutlich geworden.

Als Gast im Ausschusshimmel

„Lieber tote Gäule reiten als ein neues Pferd zu satteln, Herr Lewitz?"

Ein Mitglied unseres Bündnisses und gleichzeitig Mitglied bei den Grünen im Kreisverband Berlin-Charlottenburg, hat uns einen persönlichen Resonanz-Bericht über die Öffentliche Anhörung des Umweltausschusses zur Änderung des Atomgesetzes vom 17. Oktober 2018 zur Verfügung gestellt. Vielen dafür!

Wir haben nachträglich ein paar Links zum Weiterlesen eingefügt.

 

Liebe Sylvia & liebe Grüne, die Ihr gestern im Ausschuss ward und auch gesprochen habt, hier eine kleine Rückmeldung aus meiner bescheidenen Perspektive:

1) Problem: Informationsflut für Laien. Meine Online-Einarbeitungszeit hielt sich in ganz kleinen Grenzen, so dass ich mehr oder weniger ahnungsgeleitet mir eine Meinung gebildet habe. Schade fand ich, dass kein Grünes Papier zum Gesetzentwurf vor Ort auslag. Die verteilten Papiere, besonders das von dem unsäglich populistischen und fahrlässige Vergleiche ziehenden Jan-Christian Lewitz (Erneuerbare Energie Industrie würde mehr Tote verursachen als nuklear Anlagen - bis heute, hat er nicht mal hinzugefügt) sind desinformierend zum Thema.

24.10.2018 "Nein zur Thorium-Kernenergie"

Da vom 29.-31.10.2018 in Brüssel die Propagandisten der Thoriumflüssigsalzreaktoren nicht nur tagen, sondern auch seit Wochen eine Verdummungspropagandaschau für diesen Reaktortyp als Klimaretter abziehen; haben einige belgische und deutsche Anti-AKW-Gruppen die angehängte Erklärung geschrieben. Das Anti-Atom-Bündnis Berlin Potsdam unterstützt diese No2Tho- Erklärung.

Wir fordern die Forschungsinstitute, politischen Entscheidungsträger und alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure auf, alle Ressourcen in vollständig erneuerbare, nicht fossile und nicht atomare Energiesysteme zu investieren. Anstatt zivilmilitärischer Atomforschung fordern wir Forschungsgelder für die grenzübergreifende und europaweite Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien, der Speichertechnologien, der Energieeffizienz- und Energiespartechnologien!

Diese Forderung schließt auch die Ablehnung jeglicher Forschung, Entwicklung und Umsetzung der Thoriumkernkraft ein. Solange der Atomausstieg nicht, wie die Linke Partei schon lange fordert, in das Grundgesetz aufgenommen worden ist (Antrag von 2011), ist diese Bedrohung auch für Deutschland keineswegs gebannt.

Weiterführende Informationen:

Die falsche Bewertung von Tritium

Im Strahlentelex Nr. 756-757 (32.Jg.) Seite 1-4 vom 5.7.2018 ist ein Artikel von Thomas Dersee: "Die falsche Bewertung von Tritium"zu finden.

Der Review-Artikel fasst Kenntnisse zur Herkunft, dem Nachweis, den biochemischen Eigenschaften, der Transmutation, dem Umweltverhalten und anderen Themen bis hin zur radiologischen Bewertung zusammen.

Ahaus - Protest gegen die Einlagerung

Wer gedacht hat, der Abtransport der Brennelemente des BER II nach deren Abklingphase würde mal so einfach nach Ahaus möglich sein, sollte sich eines Besseren belehren lassen.

Münsterländer Zeitung vom 14.07.2018

(Münsterländer Zeitung vom 14.07.2018)

Die Stadt Ahaus wird sich sicher mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Einlagerung wehren. Und ich denke, das ist richtig so, denn das augenblickliche Zwischenlager ist nur bis 2036 genehmigt, eine darüber hinaus gehende Zwischenlagerung bedarf eines völlig neuen Zwischenlager(konzept)s, das weit in die Zukunft reicht, denn der Zeitpunkt der Fertigstellung eines Atommüll-Endlagers ist alles andere als vorherzusehen. Unter den gegenwärtigen Gegebenheiten wäre es unverantwortlich, die BER II-Castoren nach Ahaus zu transportieren, da diese dort ab 2036 entweder in einer nicht mehr genehmigungsfähigen Anlage gelagert werden müssten oder vor der endgültigen Einlagerung ein weiterer Transport quer durch die Republik in ein länger nutzbares Zwischenlager nötig wäre.

01.07.2018 Presseerklärung zum Forschungsreaktor Wannsee

Düstere Aussichten für den Katastrophenschutz bei der Berliner Feuerwehr - Forderung zur sofortigen Abschaltung des BER II

Situation:
Über die Berliner Morgenpost (1) informierte der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Berlin Sascha Guzy über die dramatische Situation in Berlin: "Die Berliner Feuerwehr steht kurz vor der Handlungsunfähigkeit." Von 41 Katastro­phenschutzfahrzeugen würden in diesem Jahr 21 Fahrzeuge ausgesondert. Ab dem Jahr 2020 stünden nur noch acht Fahrzeuge für den Katastrophenschutz zur Verfügung. Berlins Innensenator versprach der Feuerwehr zwar neue Fahrzeuge, erwartet aber für die Katastrophen­schutzfahrzeuge Unterstützung vom Bund. Man spricht von "Tropfen auf den heißen Stein, die das Problem nicht lösen" und von einer systematischen Vernachlässigung der Sicherheit Berlins (2).