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Anti-Atom-Bündnis in Berlin und Potsdam

12.01.2022

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat drei Stellungnahmen auf seiner Webseite veröffentlicht:

  • BASE-Stellungnahme Taxonomie zum Vorschlag der EU-Kommission

  • BASE-Fachstellungnahme: Kernenergie ist nicht „grün“

  • Fachstellungnahme zum Bericht des Joint Research Centre der Europäischen Kommission „Technical assessment of nuclear energy with respect to the ‛do no significant harm‛ criteria of Regulation (EU) 2020/852 ‛Taxonomy Regulation‛”

Insgesamt kam das BASE zu dem Schluss, dass der Bericht des JRC die Auswirkungen der Nutzung von Atomenergie unvollständig, methodisch unzulänglich und in stark vereinfachender Weise darstellt. Diese Mängel setzen sich im Vorschlag der EU-Kommission vom 31.12.2021 fort.

Aus fachlicher Sicht ist die Einordnung von Atomkraft als nachhaltige Form der Energieerzeugung nicht haltbar“, erklärt BASE-Präsident Wolfram König. „Die Atomenergie ist eine Hochrisikotechnologie, erzeugt Abfälle und birgt die Gefahr des Missbrauchs von radioaktivem Material für terroristische und kriegerische Zwecke. Kommenden Generationen bürden wir damit erhebliche Lasten auf, die auch mit dem Anspruch der Generationengerechtigkeit nicht in Einklang zu bringen sind.“

Lesen Sie weiter unter: https://www.base.bund.de/SharedDocs/Stellungnahmen/BASE/DE/2022/base-fachstellungnahme-taxonomie.html

Aus dem newsletter von .ausgestrahlt vom 12.01.2022:

Am Freitag, den 14.01.2022, gemeinsam mit Fridays for Future gegen Greenwashing von Gas und Atom

FfF-Streiks gegen Atom und Gas in der EU-Taxonomie am 14.1

Liebe Freund*in,

.ausgestrahlt arbeitet schon lange zum Thema. Jetzt endlich ist auch einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden, was der Plan der EU-Kommission bedeutet, Atomkraft und fossiles Gas in Zukunft als „nachhaltige Technologien“ einzustufen. Deshalb formiert sich gegen dieses unglaubliche Vorhaben an vielen Stellen Protest.

Obwohl der präsentierte Entwurf auf EU-Ebene wahrscheinlich nicht mehr zu verhindern ist: Protest zeigt, dass die Taxonomie in dieser Form nicht akzeptabel ist. Er zeigt den Geldinstituten, dass Investitionen in Atomkraft auch mit grünem Label eine Welle der Empörung nach sich ziehen werden – beispielsweise hat die Allianz bislang nicht ausgeschlossen, in Zukunft in Atomkraft zu investieren. Der Protest kann, wenn es gut läuft, verhindern, dass diese Regelung als Vorbild für weitere Subventionen oder gar direkte Förderungen der Atomkraft dient, wie es Macron bereits gefordert hat. Und der Protest zeigt der Bundesregierung, dass sie sich nicht auf dem Abschalten der deutschen AKW ausruhen kann, sondern aktiv für einen europäischen Ausstieg eintreten muss.

Auch die Fridays For Future-Bewegung wird übermorgen in ihrem nächsten Streik gegen das Greenwashing von Gas und Atom durch die Taxonomie protestieren.

Beitrag von Scinexx ():

https://www.scinexx.de/news/geowissen/fukushima-tritium-im-gesamten-pazifik/

Vorhersehbare Kontamination: Forscher haben ermittelt, wie sich Tritium und andere Radionuklide aus dem verseuchten Abwasser von Fukushima im Pazifik ausbreiten werden. Denn ab 2023 soll das auf dem Kraftwerksgelände gelagerte Wasser ins Meer eingeleitet werden. Den Simulationen zufolge wird sich die Kontamination primär ostwärts ausbreiten und nach gut drei Jahren die Küsten der USA erreichen. Dort könnte die Konzentration sogar höher liegen als an vielen asiatischen Küsten.
Zehn Jahre nach dem schweren Atomunfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Lage in den Reaktoren noch immer kritisch. Sie müssen weiterhin gekühlt werden, um die Kernschmelze unter Kontrolle zu halten. Weil die Reaktorbehälter und Systeme nicht dicht sind, strömt ständig radioaktiv verseuchtes Kühlwasser aus, das abgepumpt und in Tanks gelagert wird. Mehr als 1,2 Millionen Tonnen dieses kontaminierten Wassers lagern schon auf dem Gelände und täglich kommen rund 170 Tonnen dazu.

Gelesen im manager-magazin (11.05.2011)

Risiko Atomkraft: Die teuerste Haftpflichtpolice der Welt
Finanzmathematiker haben erstmals errechnet, wie teuer eine Haftpflichtpolice für ein Atomkraftwerk wäre - 72 Milliarden Euro jährlich. Praktisch sind die Meiler also nicht zu versichern. Es sei denn, der Strompreis kletterte auf das Zwanzigfache.

Die vom österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) beauftragte Studie bestätigt, dass die Kernenergie auch aus rechtlicher Sicht den Anforderungen der Taxonomie-Verordnung nicht entspricht!

Das BMK hat die renommierte Kanzlei „Redeker Sellner Dahs“ mit der Prüfung rechtlicher Aspekte des Vorgehens der Europäischen Kommission und einer allfälligen Einstufung der Kernenergie als nachhaltig im Sinne der Taxonomie-Verordnung beauftragt. Dieses Gutachten zeigt ganz klar auf, dass die Kernenergie auch aus rechtlicher Sicht den Anforderungen der Taxonomie-Verordnung nicht entspricht.

Link zum Gutachten vom 2. Juli 2021: https://www.bmk.gv.at/themen/klima_umwelt/nuklearpolitik/aikk/warum.html